Adventaktion 2025

Dies alles ist geschehen, damit sich erfülle, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: „Siehe, die junge Frau wird empfangen und einen Sohn gebären. Sie werden ihm den Namen IMMANUEL geben, das heißt GOTT MIT UNS“.   
Mt 1, 22-23

Zu Weihnachten feiern wir, dass Gott in Jesus Mensch geworden ist. Gott ist mit uns, das ist sein Versprechen, in allen Lebenslagen für uns da zu sein.

Das HAUS IMMANUEL DER CARITAS ist für wohnungslose Frauen und ihre Kinder da. SCHENKEN SIE GEBORGENHEIT!

Nähere Informationen zum Haus Immanuel finden Sie hier.

Für Ihre Spende bedanken wir uns mit einer Weihnachtsgeschichte und einem Christbäumchen, das in liebevoller Handarbeit gefertigt wurde – der Christbaum als Symbol für Wurzeln und Halt geben und neues Leben wachsen lassen.  

W e i h n a c h t s g e s c h i c h t e :

Was die Christbäume zu erzählen haben

Es war an einem Nachmittag im Advent, als es endlich leicht zu schneien begann.„Wie schön“, riefen die Bäume im Wald. „Jetzt werden die Menschen uns bald holen kommen, und wir werden zu richtigen Christbäumen.“
„Wisst ihr eigentlich, wie wir zu dieser Ehre kommen“, fragte das kleinste Tannenbäumchen.
„Unsere Urahnen“, antwortete die hohe Tanne, „das sind die Lorbeerzweige, die schon die alten Römer zum Jahreswechsel im Haus aufgehängt haben. Und die Tannen- und Mistelzweige mit denen die alten Germanen die bösen Wintergeister abhalten wollten.
Unser echter Vorfahre aber ist der Paradiesbaum. Er war geschmückt mit vergoldeten Nüssen, Süßigkeiten und natürlich Äpfeln und durfte schon in der Kirche stehen.
Damals im Mittelalter war es Brauch, dass vor dem Krippenspiel auch die Paradiesgeschichte aufgeführt wurde. Und dabei spielte der Paradiesbaum natürlich eine wichtige Rolle.“
„Das ist aber noch nicht alles zu unserer Geschichte“, ergänzte die Silberfichte. „In der französischen Stadt Sélestat im Elsass sind wir Christbäume im Jahr 1521 erstmals in einer Urkunde erwähnt worden. Den Bewohnern der Stadt war es erlaubt, aus dem Wald kostenlos einen Baum zu holen, um ihn festlich zu schmücken. Auch der Lohn des Försters, der den Christbaum-Wald betreute, wird dort erwähnt.
Und habt ihr schon vom „fliegenden Christbaum“ gehört? Da wird der Christbaum an der Decke befestigt, manchmal sogar verkehrt herum aufgehängt. Das ist keine moderne Idee, sondern auch ein alter Brauch aus dem Elsass.
„Und was sagt uns dieser Brauch“ warf die hohe Tanne ein und gab sich gleich selbst die Antwort. „Weihnachten stellt die Maßstäbe dieser Welt auf den Kopf: Gottes Sohn wird Mensch, ein kleines Kind wird der Erlöser der Menschen. Mitten im kahlen Winter schenkt das duftende Grün des Baumes Hoffnung auf neues Leben in Frieden und Liebe. Und das Licht der Christbaum-Kerzen erhellt die traurigste Dunkelheit.“
„Und wann endlich kam der Christbaum nach Wien“? meldete sich ein weiteres Mal das kleinste Tannenbäumchen zu Wort.
„Auch dazu gibt es eine historische Notiz“, lautete die Antwort der Silberfichte. Im Jahr 1814 wurde im Salon der jüdischen Familie Arnstein ein Fest mit einem geschmückten Baum und Geschenken gefeiert. Fanny, die Dame des Hauses, hatte diesen Brauch aus ihrer Heimat Berlin mitgebracht.
Zwei Jahre später, im Jahr 1816, erstrahle erstmals im Haus Habsburg ein Christbaum im Lichterglanz. Auch das verdanken wir einer Frau. Henriette von Nassau-Weilburg, die Gattin von Erzherzog Karl, brachte diesen evangelischen Brauch aus ihrer norddeutschen Heimat an den Wiener Hof. Der Christbaum wurde dann bei den Wienerinnen und Wienern rasch beliebt. Auf dem großen Platz Am Hof im 1. Bezirk wurden 1851 so viele Christbäume verkauft, dass die Leute das Gefühl hatten, durch einen Wald zu spazieren – so wie hier.“
„Da fällt mir noch was ein“, rief das kleinste Tannenbäumchen. „Wenn ich groß bin, wäre ich gerne ein alternativer Christbaum in einem großen Blumentopf, der wieder im Garten eingesetzt wird. Und im nächsten Jahr zu Weihnachten schmücken mich die Kinder dann mit Futterringen. Wenn es richtig kalt und verschneit ist, setzten sich die Vögel in meine Zweige und holen sich das Futter.
Aber wie auch immer – ob traditionell oder alternativ – wir Christbäume sind dazu da, den Menschen Freude zu machen und ihnen die Weihnachtsbotschaft zu bringen. Das ist seit vielen Jahrhunderten so und so wollen wir es auch weiter halten.“


©Ulrike Heimhilcher-Dohnal 2025

Ein frohes Weihnachtsfest und Gottes Segen für das neue Jahr
wünscht herzlichst
Ihre Pfarre Inzersdorf St. Nikolaus

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